Von der Nachtweid ins Auenland

barrierearme, mittelschwere Wanderung: wiederbelebte Weinbautradition in Dauernheim, dem Ort mit den 101 Felsenkellern

Diese abwechslungsreiche Rundwanderung beginnt in der Kirchbergstraße in Dauernheim unterhalb der beeindruckenden Dreifaltigkeitskirche (1252). Die auf einer Anhöhe gelegene Kirche mit ihrer wehrhaften Kirchhofsmauer prägt das Ortsbild. Bekannt ist Dauernheim auch für seine rund 101 historischen Felsenkeller, die einst vor allem zur Lagerung von Wein dienten – ein Hinweis auf die lange Weinbautradition des Ortes.

Die Route führt über Heinrichspforte und Stadener Straße aus dem Ort hinaus in die weite Landschaft der Niddaauen. Links begleitet die Nidda den Weg durch ein bedeutendes Naturschutzgebiet. Nach etwa zwei Kilometern weist eine Infotafel auf Bronzezeit-Hügelgräber hin. Wenig später eröffnet eine Aussichtsplattform den Blick über das rund 75 Hektar große Schutzgebiet, Teil des europäischen NATURA-2000-Netzes. Feuchtwiesen, Röhrichte und Auenwälder bieten seltenen Pflanzen und zahlreichen Vogelarten einen wichtigen Lebensraum – besonders während der Zugzeiten.

Die Nidda wurde hier naturnah renaturiert und kann bei Hochwasser wieder ihre Auen überfluten, was gleichzeitig zum Hochwasserschutz beiträgt. Mit etwas Glück entdeckt man salzliebende Pflanzen wie Salzdreizack oder das violett blühende Breitblättrige Knabenkraut.

Zurück im Ort lohnt ein Stopp am Auenlandhof, einem liebevoll restaurierten Vierseithof mit eigener kleiner Weinlage, Destille und Biergarten direkt an der Nidda. Hier lässt sich die Wanderung entspannt ausklingen, bevor der Rundweg wieder zum Ausgangspunkt führt.

  • geeignet für: Rollstuhlfahrer mit Zughilfe, Rollator-Nutzer, Handbiker, Menschen mit einer Gehbehinderung, Prothesenträger, Senioren, Familien mit Kinderwagen, eine Begleitperson wird empfohlen
  • Streckenlänge: ca. 7 km, Rundweg
  • Dauer: ca. 2, 5 Stunden
  • Höhendifferenz: ca. 30 m, von der Heinrichspforte über die Stadener Straße bis zum Kindergarten ca. 400 m mit < 5%, ansonsten flaches Streckenprofil
  • Wegbeschaffenheit: breite, asphaltierte oder betonierte Wege ohne Seitenneigung, keine Hindernisse im Wegverlauf
  • Start- und Zielpunkt: Kirchbergstraße in Dauernheim, unterhalb der Dreifaltigkeitskirche
  • Parkplätze: im Bereich der Kirchbergstraße
  • Rollstuhlfahrertoilette: im Auenlandhof während der Öffnungszeiten
  • barrierefreie Einkehrmöglichkeit: Auenlandhof, Weidgasse 12, direkt an der Nidda, mit Außenbewirtschaftung im Biergarten

  • ÖPNV-Anbindung: Buslinie 81 von Nidda oder Linie 03 von Friedberg – Ortenberg (Haltestelle Langgasse)
  • Anfahrt: über die B 275, Ranstadt/Ober-Mockstadt, Abzweig nach Dauernheim
  • Tipp: Wer die Wegstrecke verkürzen möchte, kehrt an der Sitzgruppe nach ca. 2,7 km, direkt an der Einmündung eines Feldweges in Richtung Talaue um. Von dort aus hat man ebenfalls einen sehr schönen Ausblick auf die Nachtweid.

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Weitere Informationen
Kirche und Felsenkeller in Dauernheim
Der Auenlanhof in Dauernheim