

Mit dem Rad am Seemenbach entlang? Die Chance auf eine durchgehende Verbindung zwischen Büdingen und Kefenrod bis zur interkommunalen Landesgartenschau 2027 ist nach jahrelangen Planungen endlich greifbar. Die Route wäre neben dem Vulkanradweg und dem Niddaradweg R4 die dritte touristische Tangente in Oberhessen.
„Es ist sinnvoll, wenn alle Player an einem Tisch sitzen“, verdeutlicht Florian Herrmann, Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft. Und so trafen sich kürzlich Vertreter des Wetteraukreises, der Verkehrsbehörde Hessen Mobil, des Vereins Oberhessen, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Wetteraukreis, des Amts für Bodenmanagement sowie Vertreter der Rathäuser in Büdingen, Kefenrod und Gedern auf Einladung der LGS-Gesellschaft in Büdingen. „Der Radweg ist eines von mehreren interkommunalen Projekten, die wir sehr prominent präsentieren können“, sagte Herrmann. Die Beteiligten der Kommunen sollten im Laufe dieses Vormittags eine angenehme Überraschung erleben.
Wer heute durchs Seemental radelt, hat auf manchen Abschnitten mehr Outdoor-Erlebnis, als ihm lieb ist. Julian Herzel, Nahmobilitätskoordinator beim Wetteraukreis, stellte die mögliche Route vor. Diese verbindet auf über 37 Kilometern die vier Landesgartenschau-Kommunen Gedern, Kefenrod, Büdingen und Limeshain sowie Altenstadt. Sie beginnt in Ober-Seemen und verläuft bis Lindheim. Verbindet man die Runde mit dem Vulkanradweg – Start- und Endpunkt knüpfen jeweils an die neue Route an – ergibt sich eine Gesamtlänge von rund 69 Kilometern. Der Fokus liegt klar auf dem Tourismus, zugleich kommt die Strecke auch dem Alltagsverkehr zugute. Besonders für die Gemeinde Kefenrod, die die Themen Natur und Heimat für die Landesgartenschau bespielt, hat der Radweg eine große Bedeutung.
Das Ziel ist klar: Die Abschnitte sollen bis zur Landesgartenschau 2027 befahrbar sein. Bei Hessen Mobil sind die Bauvorhaben als Sonderprojekte eingestuft. „Es wird unter Hochdruck geplant“, versicherte der Projektverantwortliche Marco Braun. Die Behörde hat in Fulda seit drei Jahren spezielle Abteilungen, die Radwege in ganz Hessen realisieren.
Zwei straßenbegleitende Abschnitte im Süden plant die Verkehrsbehörde, zwei die Stadt Büdingen. Brauns Kollegin Anne Katrin Christen ging ins Detail. Für die rund 200 Meter zwischen der Straße „Am Hain“ und „Am Hammer“ in Büdingen sind die Vorbereitungen und Gespräche mit den Anliegern bereits weit fortgeschritten. Über eine Verkehrsinsel sollen die Radfahrer die Landesstraße 3010 sicher überqueren und werden dann über eine Schleife am Wendehammer beim Schützenhaus getrennt vom Lkw-Verkehr auf die Straße „Am Hammer“ geleitet.






