Fragen und Antworten zur Landesgartenschau in Oberhessen

Es gibt viele Fragen, auch Befürchtungen zu einer Landesgartenschau in Oberhessen. Hier einige Fragen, die dem Vorstand in den vergangenen Tagen öfters gestellt wurden. Wir haben versucht, die Fragen so umfassend und gleichzeitig so kompakt wie möglich zu beantworten.

Sollten Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns: info@oberhessen.de

Oberhessen ist eine wundschöne Region. Eigentlich liegt es daher auf der Hand, dass dies eine hervorragende Bühne für eine moderne Landesgartenschau seien kann. Eine Landesgarten erzeugt viel Aufmerksamkeit und bietet die Gelegenheit unsere Region zu präsentieren, sowie nachhaltig weiterzuentwickeln. Und auch für die Menschen aus Oberhessen ist es schön, die „Schönheit vor der Haustür“ zu erleben und schätzen zu lernen.

Nein. Im Moment gibt es lediglich eine formale Interessensbekundung an der Landesgartenschau-Durchführung. Zurzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, die eine Einschätzung zur Umsetzbarkeit diese Idee liefern wird. Dies ist für eine Bewerbung beim Land Hessen ohnehin notwendig. Ein Gremium des Landes Hessen entscheidet dann über die Vergabe. Nachdem die Machbarkeitsstudie fertig gestellt ist, müssen aber zunächst einmal die Parlamente der Kommunen in Oberhessen ihre Zustimmung geben, ob die Bewerbung weiterverfolgt werden soll.

Zum einen ist es natürlich schön, wenn man bewusst seine Region erleben kann. So ist eine Landesgartenschau auch viel mehr für die Bevölkerung vor Ort gedacht, als für die Besucher im Jahr der Landesgartenschau 2027. Denn vorher stehen sieben Jahre Entwicklungszeitraum an.

Zum anderen werden mit der Landesgartenschau Projekte gefördert, die wir sonst nicht umsetzen könnten. Solche Projekte können von der Inwertsetzung unserer kulturellen Schätze bis hin zu einer zukunftsgewandten Mobilität reichen und sind vielfältig.

Bürgerbeteiligung ist eine wichtige Grundlage für dieses Projekt. Jeder kann seine Ideen für die Landesgartenschau einbringen. Jeder darf auch seine Meinung sagen. Leider ist die Bürgerbeteiligung in Zeiten von Corona sehr schwierig. Der Verein Oberhessen versucht mit verschiedenen Aktionen und der Möglichkeit der Online-Beteiligung dieses Problem zu lösen.

Es ist kaum möglich, im Voraus die Kosten genau zu beziffern. Natürlich verursacht die Durchführung einer Landesgartenschau Kosten. Aber sie bringt auch einen großen Nutzen. Ziel ist es, das Geld in nachhaltige Projekte zu investieren. Es wird kein neuer Park entstehen, der dann teure Unterhaltkosten verursacht. Dabei können die Investitionen in Infrastruktur etc. ja auch zu großen Teilen durch Fördermittel getragen werden. Investitionen, die notwendig werden oder in den nächsten Jahren geplant sind, erhalten im Rahmen einer Landesgartenschau einen großen Entwicklungsschub.

Eine Landesgartenschau wurde oft als „Blümchenschau“ bezeichnet. Das lag unter anderem daran, dass bisher nur eine Kommune als Veranstalter auftreten konnte. Diese umzäunte dann einen Bereich und erhob teure Eintrittsgelder. In Oberhessen wollen wir ein anderes Konzept durchsetzen. Ziel ist es, unsere intakte Kulturlandschaft mit ihren Tälern, Flussläufen, Bächen, Streuobstwiesen, aber auch mit unseren Baudenkmälern und unserem Handwerk in Szene zu setzen. So wären zum ersten Mal im Land Hessen elf Kommunen als regionaler Verbund Ausrichter einer Landesgartenschau. Unsere touristischen Angebote, wie E-Bike-Touren können auf einer solcher Bühne unheimlich profitieren.

Wasser prägt die Landschaft Oberhessens und ist ein besonderes Gut. Gerade in den vergangenen Jahren haben wir erfahren müssen, dass dieses Gut nicht unendlich zur Verfügung steht. Eine Landesgartenschau bietet auch die Gelegenheit, Menschen in der Region und Besucher aus dem Rhein-Main-Gebiet für dieses Thema zu sensibilisieren.

Wir haben so viele schöne Dinge in Oberhessen. Manchmal nehmen wir selbst diese Schönheit gar nicht mehr wahr. Wir haben eine herrliche Naturlandschaft, zahlreiche Parkanlagen, Streuobstwiesen, schöne Fachwerkgebäude, Schlösser, Kirchen und Klöster. Die Fernradwege laden zu Fahrradtouren ein, naturnahe Badeorte zum Planschen. Oben auf dem Hoherodskopf gibt es eine Sommerrodelbahn oder die tollen regionalen Produkte bieten dem Gast eine besondere Kulinarik auf seinen Reisen.

Oberhessen ist es wert, sich zu präsentieren.

Welches Büro die Machbarkeitsstudie durchführt, wurde in einer ordentlichen Ausschreibung bestimmt. Es haben sich mehrere Büros beworben – auch ein Büro aus der Region. Nach dem Vergleich der Kosten und der Leistungen hat das Büro Planstatt Senner diese Ausschreibung mit voller Überzeugung gewonnen. Das Büro hat außerdem bereits Erfahrung in der Durchführung interkommunaler Landesgartenschauen. Es betreute die Gartenschau im Remstal bei Stuttgart, wo 16 Kommunen im Jahr 2019 gemeinsamer Gastgeber waren. Wir sind daher überzeugt, den bestmöglichen Partner für die kommenden Monate gewonnen zu haben.