Hörl-Skulptur für 3.300 Euro zugunsten des Fördervereins versteigert
Rund 20 Jahre nachdem sich Udo Corts als hessischer Wissenschaftsminister für den Verbleib der berühmten Statue des „Keltenfürsten“ in der Wetterau eingesetzt hatte, ist nun ein „Keltenfürst“ bei ihm selbst eingezogen: Ende Juli übergaben Marcus Coesfeld, Direktor der Keltenwelt am Glauberg, und Stephan Brandenfels dem ehemaligen Staatsminister eine schwarze „Keltenfürst“-Skulptur des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl an dessen Wohnort im schleswig-holsteinischen Selk.
Ersteigert hatte Corts die Figur beim Jubiläumsfest der Keltenwelt am Glauberg am 28. Juni, bei dem 30 Jahre Statuenfund und 15 Jahre Museum gefeiert wurden. Nach einem lebhaften Bieterduell fiel der Hammer bei 3.300 Euro. Den Zuschlag erhielt Corts mit seinem zuvor schriftlich eingereichten Gebot. Dass ausgerechnet der frühere hessische Wissenschaftsminister neuer Besitzer wurde, hat eine besondere Vorgeschichte. Corts war von 2003 bis 2008 Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst und erinnert sich insbesondere an die damalige Diskussion um den dauerhaften Standort der 1996 entdeckten Sandsteinstatue. Er habe einen „intensiven, freundschaftlich geführten Streit“ darüber geführt, ob der „Keltenfürst“ in der Wetterau bleiben oder nach Darmstadt ins Hessische Landesmuseum gehen sollte. Zur Erinnerung an diese Zeit wollte er nun eine Statue des „Keltenfürsten“ für seinen Garten erwerben.
Neuer Platz im Garten
Dort fand die schwarze Skulptur am 28. Juli ihren neuen Platz. Coesfeld und Brandenfels brachten sie persönlich nach Selk und übergaben sie an Udo Corts und seine Ehefrau Silvia Corts. „Dass eine unserer Hörl-Figuren nun ausgerechnet bei Udo Corts ein neues Zuhause gefunden hat, schließt auf eine sehr schöne Weise einen Kreis“, sagt Keltenwelt-Direktor Coesfeld. „Er hat sich in seiner Zeit als Wissenschaftsminister für den Glauberg und den Verbleib des ‚Keltenfürsten‘ in der Wetterau eingesetzt. Dass die Figur zugleich einen so hohen Erlös für unseren Förderverein erzielt hat, freut uns ganz besonders.“
Die versteigerte Skulptur gehört zu einer Gruppe von „Keltenfürsten“, die Konzeptkünstler Ottmar Hörl nach dem berühmten archäologischen Fund vom Glauberg gestaltete. 25 Figuren waren 2018 unter anderem vor der Alten Oper in Frankfurt zu sehen und dienten als Markenbotschafter für die Kampagne „Kultur in Hessen“. Im März 2025 schenkte die Hessen Agentur 20 dieser Skulpturen der Keltenwelt am Glauberg. Eine davon gab die Keltenwelt an ihren Förderverein weiter, um sie anlässlich des Jubiläums zu versteigern.
Der Auktionserlös von 3.300 Euro geht vollständig an den Förderverein der Keltenwelt am Glauberg e. V. Der Verein unterstützt regelmäßig Projekte der Keltenwelt und ermöglicht damit besondere Vorhaben rund um Museum, Vermittlung und Archäologie.
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