Das Vulkanmodell im Foyer des Vulkaneums zeigt mit seinen drei Vulkanen verschiedene Arten von Ausbrüchen, wie sie im Vogelsberg stattgefunden haben. Einer davon ist ein explosiv ausbrechender Schlackenvulkan. Dieser Vulkan hat kürzlich eine Erweiterung bekommen, wodurch die Abläufe bei solchen Ausbrüchen jetzt noch besser verständlich werden. Mit dem Drücken eines Knopfes beginnt der Vulkan jetzt zu grummeln, wie bei einem Erdbeben, danach steigt leuchtend das Magma im Schlot auf und schließlich beginnen auch die Bomben zu glühen. Dass der Vulkan im Modell nun solche typischen Effekte zeigt, ist Hans Dieter Herget zu verdanken. Als Mitglied des Förderverein Vulkaneum und der Sektion Vogelsberg der DVG hat er sich daran gemacht, die Elektrik zu überarbeiten.
Mit einer öffentlichen Präsentation luden nun das Vulkaneum, der Förderverein und die DVG-Sektion alle Interessierten dazu ein, das interaktive Vulkanmodell näher kennenzulernen. Zuerst ging es um das Modell: neben zwei Schlackenkegeln in verschiedenen Ausbruchsphasen ist auch ein Maar zu entdecken. Es bestehen auch viele Bezüge vom Modell in die Ausstellung des Vulkaneums. Um dies deutlich zu machen, wurde von DVG-Mitgliedern eine Sonderführung in der Ausstellung angeboten, die speziell auf Schlackenkegel und Maare einging.
Zur Geschichte des Modells ist die ursprüngliche Überlegung wichtig, die aus dem Vulkaneums-Team 2018 kam. Gewünscht wurde ein Modell mit dem Besucher-Gruppen bereits im Foyer das Thema Vulkanismus eingeführt werden können. In Absprache mit dem Vulkaneum entwickelte die DVG eine 3D-Vorlage des Modells mit drei Vogelsberg-Vulkanen. Tatsächlich zum Einsatz kam dann ab 2019 ein viel unempfindlicherer Abguss aus Epoxidharz. Ein zweiter Abguss sollte 2022 auf das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, musste dazu aber „interaktiv“ werden. Seit 2023 steht dieses zweite, interaktive Exemplar des Modells nun im Vulkaneum.
Zu erwähnen ist, dass die Entwicklung des Modells mit einigem zeitlichem Aufwand verbunden war und die Herstellung seiner zwei nutzbaren Exemplare nur durch finanzielle Beteiligung verschiedener Unterstützer ermöglicht wurde. Zu diesen Unterstützern gehörte neben der DVG auch der Förderverein Vulkaneum, der einen großen Betrag beitrug. (Alle Unterstützer sind am Modell erwähnt.)
Als Höhepunkt des Abends wurde die Front mit dem aktivierbaren Vulkan enthüllt und ein jüngerer Gast erklärte sich bereit, einen Ausbruch zu starten. Bei gespannter Stille verfolgten die Anwesenden das erste Grummeln, bevor der Schlot und schließlich die Bomben leuchteten und flackerten. Nach diesem Ausbruch folgte ein zweiter und dritter, bevor der Vulkan wieder zur Ruhe kam.
Der Abend der Präsentation einschließlich des Vulkans in Aktion wurden durch Jasmin Lohfink vom Vulkaneums-Team im Film festgehalten, so dass demnächst auch einige Impressionen online verfügbar sein werden. Detail-Infos zum Vulkanmodell sind ansonsten unter www.dvg-vb.de zu finden.




